Empfehlungsschreiben

Bei der erstmaligen Anmeldung an einer Hessischen Schülerakademie (Mittelstufe oder Oberstufe) ist eine gutachtliche Empfehlung der Schule nötig, d.h. ein von einer Lehrkraft verfasstes Empfehlungsschreiben.

Keine Fächerbindung

Bei dem eingeforderten Schreiben handelt es sich um eine Empfehlung der Person und nicht allein einer bestimmten fachlichen Qualifikation - mit anderen Worten: Die Kurswahl für die Schülerakademie ist unabhängig von den Fächern der empfehlenden Lehrkraft oder fachbezogenen Leistungen der/s empfohlenene Schülerin/s.

Keine Zeugnisse

Die Hessischen Schülerakademien verstehen sich weder als Verlängerung noch als Ersatz der Schule. Sie sollen ein ergänzendes Angebot für interessierte, engagierte und begabte Schüler*innen darstellen - und fragen daher nicht primär nach Schulnoten. Die Zusendung eines Zeugnisses als Teil der Bewerbungsunterlagen ist daher nicht notwendig.

Wiederholer*innen

Wer bereits einmal ein Empfehlungsschreiben bei der HSAKA eingereicht hat - unabhängig davon, ob bei Mittel- oder Oberstufe, ob die Teilnahme zustandekam oder nicht oder ob inzwischen ein Schulwechsel stattgefunden hat - benötigt bei einer neuen Bewerbung kein neues Empfehlungsschreiben mehr.

Form

Auf formaler Ebene werden fast keine Vorgaben gemacht:

  • Das Schreiben muss lediglich auf Papier mit Briefkopf der Schule verfasst sein,
  • vollen Namen und ggfs. Funktion der empfehlenden Lehrkraft ausweisen
  • und deren Unterschrift tragen.

Eventuell vorhandene schulinterne Regelungen zu Verfahren und Beteiligten bei der Empfehlung von Schüler*innen sind hiervon natürlich nicht berührt!

Inhalt

Die Vielfalt evtl. vorhandener Empfehlungssysteme an den Schulen soll nicht eingeschränkt werden; wir beschränken uns auf einige Empfehlungen zu aussagekräftigen Inhalten.

Wichtig wären uns dabei vor allem folgende Punkte:

  • woher und wie lange bekannt
  • persönlicher (d.h. eigener und ggfs. auch anderer LK) Eindruck von den kognitiven Fähigkeiten (z.B. Auffassungsgabe, analyt. Denken, assoziative Fähigkeiten etc.)
  • persönlicher Eindruck von den sozialen Kompetenzen (Kooperations- und Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit, Solidarität, Mediationsfähigkeit etc.)
  • Breite der fachlichen Interessenslagen (Interesse und Leistungen in anderen Fächern, über Unterricht/Schule hinausführende Sachinteressen etc.)
  • musische und/oder kulturelle Interessen und Aktivitäten
  • ehrenamtliche Tätigkeiten sowie Vereinsarbeit und Sport

Je nach gemeinsamer Erfahrung und Fachkultur können dazu selbstverständlich ganz andere, aber nicht weniger wichtige Beobachtungen treten, etwa zu Diskussionsfreude über Themen gesellschaftlicher Verantwortung, Verantwortungsübernahme im Labor, tatkräftiges Anpacken im Schulgarten, Freude am Rollenspiel, verblüffendes mehrdimensionales Vorstellungsvermögen usw. …